Vortragsreihen / Konferenzen

Cultures of Photography. Independence, Urbanity and Modernism in India and Nigeria, Juni 2016

 

Öffentliche Veranstaltungsreihe im Rahmen des interdisziplinären Seminars / Workshops

Cultures of Photography von Kerstin Meincke in Kooperation mit Cathrine Bublatzky (Universität Heidelberg) und mit Unterstützung der Folkwang UdK.

 

Kerstin Pinther (München): Afropolis. Stadt Medien Kunst

Donnerstag, 23.6.2016, 18.30

Universität Duisburg-Essen, Bibliothekssaal, Campus Essen

Kerstin Pinther ist Professorin für Kunstgeschichte Afrikas an der LMU München und Ausstellungskuratorin. Sie forscht zu moderner und zeitgenössischer Kunst Afrikas und der afrikanischen Diaspora, zu visuellen Kulturen Afrikas, Stadt- und Architektur sowie Design und Textilien. In ihrem Vortrag stellte sie das von ihr kuratierte Ausstellungsprojekt Afropolis. Stadt, Medien, Kunst vor.

Stefanie Michels (Düsseldorf): Globale Fotografie - koloniale Medialität

Freitag, 24.06.2016, 13.30

Universität Duisburg-Essen, Bibliothekssaal, Campus Essen

Stefanie Michels ist Professorin für Geschichte der Europäischen Expansion an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf deutscher Kolonialgeschichte, atlantischer Mobilität und Migration sowie (post-)kolonialer Erinnerungstopografie. Ihr Vortrag Globale Fotografie – koloniale Medialität stellte ihre aktuellen Forschungen zu einer "Globalgeschichte der Fotografie" vor.

Daniel Kötter (Berlin): state-theatre #1: Lagos (Constanze Fischbeck / Daniel Kötter, 2010, 25 Min.)

Samstag, 25.06.2016, 13.00

Folkwang UdK, SANAA-Gebäude, Zeche Zollverein, Essen

Seminarraum, 3. OG

Daniel Kötter ist ein international tätiger Filmemacher und Musiktheater-Regisseur. Seine Arbeiten changieren zwischen verschiedenen medialen und institutionellen Kontexten und verbinden Techniken des strukturalistischen Experimentalfilms mit performativen und dokumentarischen Elementen und werden weltweit gezeigt. Zu seinen Hauptwerken zählen die experimentellen Videokonzertperformances "Falsche Freizeit" (2010), "Freizeitspektakel" (2010), "Fernorchester" (2012, alle mit Hannes Seidl), die Mehrkanal-Triologie "Arbeit und Freizeit" (2009–2011) sowie die Reihe "state-theatre" über die Bedingungen des Performativen in den Städten Lagos, Teheran, Berlin, Detroit, Beirut, Mönchengladbach (2009–2014 mit Constanze Fischbeck). Zur Zeit ist er u.a. an dem Recherche-, Ausstellungs- und Filmprojekt "CHINAFRIKA. Under Construction" (2014–2018) beteiligt.

 

Werkstattgespräch mit André Leipold vom Zentrum für Politische Schönheit mit anschließender Podiumsduskussion, Mai 2016.

 

Biennale afrikanischer Gegenwartskunst in Dakar

Programm der Dak'Art
Programme-dakart2016.pdf
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Tagung: Museum Global? Multiple Perspectives on Art: 1904–1950
Düsseldorf, Januar 2016

 

Workshop: Re-Visioning Fashion Theories: Postcolonial and Critical Transcultural Perspectives
Wien, Dezember 2015

 

Workshop: Spaces of Displacement. Negotiations of Migration and Refugeeism in Mass Media and Visual Arts
Lagos, Nigeria, September 2015

 

Anlässlich des Deutschen Beitrags auf der Biennale in Venedig 2015, der von Florian Ebner (Leiter der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang) kuratiert wurde und die Arbeiten der Künstler*innen Olaf Nicolai, Hito Steyerl, Tobias Zielony, Jasmina Metwaly und Philip Rizk ausstellte, fand vom 21.09. bis 25.09.2015 der Workshop Spaces of Displacement. Negotiations of Migration and Refugeeism in Mass Media and Visual Arts im Goethe-Institut in Lagos, Nigeria statt. Dort sprach Prof. Gabriele Genge (Institut für Kunst und Kunstwissenschaft) über „Concepts of Migration and Refugeeism in Art History“ und diskutierte mit internationalen Künstlern, Kuratoren, Journalisten, Fotografen und Wissenschaftlern (u.a. Sean O’Toole, Akinbode Akinbiyi, Wura-Natasha Ogunji, Kunle Ajibade, Roman Deckert, Invisible Borders). Der Workshop in Lagos wurde von Florian Ebner und Kerstin Meincke, Doktorandin am Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, konzipiert und vom Ifa unterstützt. Als Resultat der gemeinsamen Woche erschien die Zeitung The Migrant, die im Institut vorliegt.

 

Dabei ist der Workshop nicht die erste Veranstaltung, auf der Wissenschaftler*innen und Studierende der UDE die Gegenwartskunst auf der diesjährigen Biennale Venedig diskutieren. Am 7. Juli 2015 hatte Florian Ebner bereits am Campus Essen in einem öffentlichen und bestens besuchten Werkstattgespräch – einer neuen Reihe des Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft von Dr. Alma-Elisa Kittner mit den Studierenden Katharina Bruns, Meike Wiedemann und Jonas Heidebrecht – den Deutschen Beitrag vorgestellt und mit dem Publikum diskutiert.

 

Workshop: AG Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration
Juni 2015

 

Vom 25. bis zum 27. Juni 2015 fand an unserer Fakultät der Workshop Transnationale Räume der Migration: Kunsttheorie und künstlerische Praxis der AG Kunstproduktion und Kunstheorie im Zeichen globaler Migration des Ulmer Vereins für Kunst- und Kulturwissenschaften statt.
Organisation: Prof. Dr. Gabriele Genge, Dr. Angela Stercken


Inwiefern sind kunsttheoretische Ansätze und Methoden, künstlerische Konzepte und Praktiken in Prozesse der Mobilisierung nationalstaatlicher Grenzen involviert? Inwiefern erzeugen bzw. befestigen sie transnationale Raumgebilde? Anlass und Ausgangspunkt für diese Fragestellungen, denen sich der Workshop der AG in Essen widmete, liefern historische Konstellationen und aktuelle Dynamiken, in denen Migrationskulturen mit modernen nationalstaatlich geprägte Narrativen der Kunst kollidieren, diese überschreiten, oder auch neu konstituieren.  

 

Zwar muss der westlich geprägte Nationalstaat als ein auch durch die kunstwissenschaftliche Forschung der 1970er–90er Jahre hinreichend dekonstruiertes und überdies heute im Zeitalter globaler Migration und Transferprozesse eigentlich überholtes Gebilde erscheinen. Doch deutet sich insbesondere in aktuellen Positionen einer "transnational" ausgerichteten Geschichtswissenschaft an, dass Vorstellungen historischer Prozesse jenseits nationaler Grenzverläufe doch auch immer die "Nation" als Ordnungskategorie mit einbeziehen müssen, um deren imaginäre politische und kulturelle Wirkmacht fassen und beschreiben zu können.


Bis heute bestimmen nationale Kategorien implizit auch die Nomenklaturen der Kunstwissenschaft und damit in weiten Teilen auch deren Verständnis von Migration. Denn während die seit dem 19. Jahrhundert etablierten säkularen, nationalstaatlichen Institutionen, Museen, Akademien und Universitäten das Feld der Kunst definierten und eingrenzten, etablierten sich zeitgleich in der Kunstwissenschaft ergänzende kulturanthroplogische und kunstgeographische Praktiken und Methoden, die Wanderungen von "Völkern", Artefakten, deren Ethnisierung und transitorische Verräumlichung in kulturellen bzw. zivilisatorischen Einheiten bzw. Kunstgeographien fassten. Beide Prozesse bedingen einander und entwarfen eine ästhetische Ideologie der Moderne, deren universaler Geltungsanspruch nun in Frage steht.


Die Untersuchung transnationaler Raumkonstrukte ermöglicht es dahingegen, relationale Konzepte der Kunstwissenschaft zu entwickeln, die ihren Ausgangspunkt in einer globalen Konstruktion von Gegenwart und ihren sozialen und kulturellen Räumen, Spannungen und Verwerfungen nehmen, und damit auch historische Prozesse in ihren (trans-)kulturellen Bezügen rückblickend zu beschreiben. Die nationalstaatlichen Narrative der Kunst erweisen sich dann, so u.a. am Beispiel der modernen Kolonialimperien, nicht allein als fiktionale Gebilde. Sondern es wird deren Verhandlung durch nicht-staatliche Akteure, Theoretiker und Künstler sichtbar, deren territoriale Bindung und kulturelle Verortung quer zu den gewaltsamen Grenzziehungen des Nationalen standen und stehen, und die sich zum Teil erst durch Migration und Dekolonisation politisch und kulturell emanzipierten. Es lässt sich dann auch verfolgen, inwieweit postkoloniale staatliche Kollektive erneut ethnisierte Kulturvorgaben aufgriffen, im Zuge von Re-Nationalisierung und Re-Traditionalisierung veränderten, um daraus Modelle neuer nationaler Kunstgeschichten und ihrer Institutionen werden zu lassen.

 

 

RINGVORLESUNG SS 2015


RINGVORLESUNG SS 2011

 

 

ARCHITEKTUR & PERFORMANZ

 

13.4. - 13.7.2011

 

ORT

R11 T00 D05

 

ZEIT

Mittwochs

18-20 Uhr

 

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INTERNATIONALE KONFERENZ / 2011

 

ZWISCHEN FETISCH & KUNSTWERK //
BETWEEN FETISH & ART


13.-15.1.2011

 

Nähere Informationen zur Tagung unter WS 2010/11