Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten

 

Für die Auseinandersetzung mit einem wissenschaftlichen Problem im Rahmen eines Referates, einer Seminararbeit oder einer größeren wissenschaftlichen Qualifikationsschrift gelten wie in jedem Fach- oder Arbeitsbereich bestimmte Regeln und Konventionen. Forscher und Autoren haben sich immer schon mit dem Thema bzw. dem Gegenstand/einer ähnlichen Fragestellung beschäftigt.

 

Für die eigene Arbeit, aber auch mit Blick auf ein transparentes Arbeitsergebnis, das auch anderen nützt, ist es daher wichtig, bisherige Positionen und Literatur zu kennen und zu prüfen: Basierend auf früheren Erkenntnissen anderer AutorInnen und in kritischer Auseinandersetzung mit deren Positionen können neue Materialien ausgewertet und eigene Ideen entwickelt werden, können Argumentationen erprobt und neue Ergebnisse vorgelegt werden.

 

Für den Leser muß jederzeit klar zu erkennen sein, was aus fremden Informationsquellen übernommen wurde und welche Thesen und Interpretationen selbst beigesteuert wurden. Es ist daher wichtig, die Herkunft aller Entlehnungen kenntlich zu machen – unabhängig davon, ob es sich um wörtliche Zitate, sinngemäße Wiedergaben oder Paraphrasen der Forschungsliteratur handelt.

 

All jenes muss in wissenschaftlichen Arbeiten, in Fußnoten und Literaturverzeichnissen nachgewiesen werden, was nicht auf die eigene Beobachtung oder Deutung zurückgeht. Jeder, der Informationen aus fremder Literatur übernimmt, ohne sie in Text und Fußnoten als Übernahmen kenntlich zu machen, plagiiert und nutzt damit geistiges Eigentum, das nicht auf die eigene Arbeit zurückgeht.

 

Um die Verfahren des wissenschaftlichen Arbeitens und den Umgang mit fremder Literatur verständlicher zu machen finden sich in den nachfolgenden Kapiteln eine Reihe von Leitfäden zu unterschiedlichen Themen- und Arbeitsbereichen, die laufend erweitert und ergänzt werden.